Achtung! Afrikanische Schweinepest

Bitte Anhang beachten

Afrikanische Schweinepest (ASP)

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Waidgenossinen und Waidgenossen,

 

das Auftreten der ASP in Europa stellt uns alle vor große Herausforderungen. Mittlerweile stellt sich wohl nicht mehr die Frage, ob uns die Seuche ASP in Deutschland erreichen wird, sondern nur noch die Frage, wann sie uns erreichen wird.

Jedem von uns ist klar, dass diese Seuche die Jagd, wie wir sie kennen, verändern wird. Wichtig erscheint hierbei vor allem eines, wir müssen alle an einem Strang ziehen, um uns so dieser Herausforderung zu stellen.

Jetzt aktuell müssen wir wachsam sein, um ein Auftreten der ASP so früh als möglich zu erkennen. Ich darf Sie an dieser Stelle auf den beigefügten Schriftverkehr des Landesjagdverbandes verweisen. Bitte lesen Sie sich in die Materie ein.

 

Wir möchten Sie auffordern, sich aktiv an den Monitoring-Maßnahmen zu beteiligten.

• Beproben Sie alles erlegtes Schwarzwild, gemäß den beigefügten Merkblättern. Es entstehen Ihnen hierdurch keine weiteren Kosten. Der Aufwand ist den Nutzen allemal wert!

• Tot aufgefundenes Schwarzfallwild und erlegtes Schwarzwild mit bedenklichen Merkmalen MUSS unbedingt einer Beprobung zugeführt werden. Bitte, setzen Sie dies konsequent um. Ihre ehrenamtlichen Bemühungen und Ihr Aufwand wird in diesem Fall sogar finanziell entschädigt. Pro Fall steht Ihnen eine Entschädigung von 25,50 Euro zu, um Ihre Auslagen und Bemühungen zu decken.

• Achten Sie auf peinliche Hygiene beim Umgang mit tierischen Produkten/Bestandteilen des Schwarzwildes! Entsorgen Sie Aufbrüche, Schwarten und Ähnliches in der Tierkörperbeseitigungsanstalt. Ein Ausbringen von Schwarzwildaufbrüchen in den Jagdrevieren fördert unter Umständen eine mögliche Seuchenausbreitung.

• Die auch in unseren Breiten ausufernden Schwarzwildpopulationen bilden ideale Nährböden für Seuchen jeglicher Art, auch für die ASP. Halten Sie den Jagddruck auf das Schwarzwild so hoch, als nur irgend möglich. Eine wichtige Rolle spielt hierbei die Bejagung der Frischlinge und der adulten Bachen. Wie Sie dem Schreiben des Ministeriums für ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg (MLR) entnehmen können, wurden die unteren Jagdbehörden angewiesen, den fahrlässigen Abschuss führender Bachen (unter den dort dargestellten Umständen) nicht mehr als Ordnungswidrigkeit zu verfolgen. Bitte beachten Sie aber, dass ein vorsätzlicher Abschuss führender Elterntiere eine Straftat darstellt. Der Übergang von bewusster Fahrlässigkeit zum bedingten Vorsatz ist ein schmaler Grat und das Schreiben des MLR hat keinerlei Bedeutung, wenn ein (bedingt) vorsätzlicher Abschuss vorliegt. In diesem Fall machen Sie sich strafbar und verlieren u.U. Ihre Zuverlässigkeit. Gehen Sie auch weiterhin mit Augenmaß und Weitblick vor.

 

Auch im Bereich der Landwirtschaft wirft die ASP ihre Schatten voraus. Bitte beachten Sie hierzu die Pressemeldung des MLR, welche als separates Schreiben beigefügt ist. Erlauben Sie mir an dieser Stelle den Hinweis, dass Winterbegrünungen und Zwischenfrüchte auch eine wichtige Funktion für unser Niederwild haben. Bitte gehen Sie auch hier mit Weitblick und Verstand vor und machen Sie nur dann in Absprache mit dem Grundstückseigentümer Gebrauch davon, wenn dies auch ein wesentlicher Nutzen bei der Schwarzwildbejagung darstellt.

Noch ein kleiner Hinweis in eigener Sache: Prüfen Sie bitte die Gültigkeit Ihrer Jagdscheine und kümmern Sie sich rechtzeitig um deren Verlängerung! Wer keinen gültigen Jagdschein besitzt, verliert sofort jegliches waffenrechtliches Bedürfnis und auch Ihr Jagdpachtvertrag kann hierunter leiden.

 

Gez. Marko Ziller

KJV Biberach Öffentlichkeitsarbeit

Erstellt am 17.01.2018
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