Waldpädagogik mit dem Hegering Bad Schussenried

(kam) Die angebotenen Waldtage mit den Jägern erfreuen sich bei den Grundschulen immer großer Beliebtheit. Auch in diesem Jahr folgten knapp 60 Grundschüler der Einladung von Elke Stützle, Jugendbeauftragte des Hegeringes, und weiteren Jägern in den Wald rund um Bad Schussenried.

Natur erleben mit allen Sinnen

Erstellt am 06.08.2017

Die Waldpädagogik soll den Kindern ein ganzheitliches und praktisches Erleben des Waldes und der Natur möglich machen und dabei ökologische und gesellschaftliche Zusammenhänge aufzeigen.

So verbrachten auch die Schüler der Grundschule Bad Schussenried mit ihren Lehrerinnen einen erlebnis- und lehrreichen Vormittag im Wald. Unter Anleitung von Elke Stützle und Jäger Peter Egle mit seinen zwei Jagdhunden „Bubi“ und „Filou“, galt es entlang eines Pirschpfades Tiere (Tierpräparate) zu entdecken. Bei diesem Parcours durften die Kinder die Wildtierpräparate berühren und dabei erfühlen wie sich z.B. das Sommerkleid vom Winterkleid des Rehes unterscheidet. Erstaunt waren die Kinder von den kräftigen Krallen des Dachses und dem spitzigen Schnabel des Mäusebussards. Alles wurde sehr vorsichtig betastet. Wer knabbert denn immer des Nachts die Kabel von Autos an, der Marder. Auch dieses Wildtierpräparat wurde ausgiebig begutachtet und angefasst.

Für das leibliche Wohl sorgten die Kinder selbst vor. In der Pause las Elke Stützle den Kindern die Geschichte über „Die kleine Waldmaus und die kitzeligen Rehkitze“ vor.

Ein Schwerpunkt der waldpädagogischen Tage mit den Kindern war die Vermittlung des Wissens rund um das Rehwild. Dabei wurden Fragen beantwortet wie: Wieviel Kitze bekommt die Rehgeiß? Weshalb wirft der Rehbock jedes Jahr sein Gehörn ab? Was und wieviel frisst ein Reh? Um diese letzte Frage anschaulich zu beantworten, mussten die Kinder die Menge an Blätter sammeln, wie das Reh täglich zum Fressen braucht. Sie waren sehr erstaunt welche Menge an Blätter und Knospen gesammelt werden muss um 2 kg Futter zu erhalten. Damit konnte den Kindern auch anschaulich vermittelt werden, dass die Jagd und damit die Regulierung der Rehpopulation wichtig ist um die Vielfalt des Waldes erhalten zu können.

Die Kinder erfuhren von dem Waidmann Peter Egle wofür ein Jagdhund gebraucht wird. Spannend war es dann für die Kinder, als die beiden Nachsuchehunde eine versteckte Rehdecke erschnuppern mussten.

Zufrieden und augenscheinlich sehr glücklich viel Wissenswertes über die Tiere des Waldes und über die Jagdhunde gelernt zu haben, gingen die Kinder nach diesem abwechslungsreichen Vormittag nach Hause.

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