Jägerprüfung 2011

Bei der diesjährigen Jägerprüfung traten 18 Prüflinge vor die Biberacher Prüfungskommission. Das Schießen und den schriftlichen Teil konnten alle mit Erfolg abschließen.

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Die im Februar verschärfte Prüfungsordnung forderte aber ihren Tribut im praktischen Prüfungsteil, an dem leider fünf Kandidaten scheiterten. Diese haben aber die Möglichkeit bis zum Herbst ihr Wissen weiter zu vertiefen. Dann dürfen sie erneut vor einer der landesweiten Prüfungskommissionen antreten, um ihre jagdliche Kompetenz zu beweisen. Nach der neuen Prüfungsordnung ist es nicht mehr möglich Unsicherheiten im mündlich/praktischen Teil eines Fachgebietes durch noch so gute Noten im entsprechenden schriftlichen Pendant auszugleichen. An dieser Hürde scheiterten bisher landesweit deutlich mehr potentielle Jungjäger als in den vergangenen Jahren. Doch zeigt dies, daß der mit der Prüfungsabnahme durch das Ministerium beauftragte Landesjagdverband seine Aufgabe sehr ernst nimmt. Es sollen nur in allen jagdlichen Bereichen kompetent ausgebildete Jungjäger die Prüfung bestehen können und nicht alle Willigen einfach “durchgewunken“ werden! Zwar erfüllten die Prüfungskommissionen bislang diesen Anspruch ohnehin, doch liegt die Messlatte ab 2011 deutlich höher.
Prüfungsvorsitzender und Kreisjägermeister Philip Graf Reuttner gratulierte den erfolgreichen Prüflingen und wünscht ihnen viele erlebnisreiche Stunden in Wald und Flur. Außerdem beschwor er die Jungjäger besonnen und umsichtig mit und auf die nichtjagende Bevölkerung zuzugehen, um Verständnis und Akzeptanz für die Jagd zu schaffen. Abschließend bat er die neuen Hubertusjünger, sich des Privilegs der Jägerschaft, Waffen in der Öffentlichkeit führen, um freilebende Wildtiere töten zu dürfen, bewusst zu sein und sich dessen als würdig zu erweisen.
In guter Tradition zu vergangenen Jägerprüfungen lud Albrecht Moser, Leiter des staatlichen Forstamts Biberach, auf einen Rehbockabschuß im Staatswald ein. Dr. Miljenko Sabolic, der letztmalig den Ausbildungskurs leitete, reichte die Einladung gerne an einen der Kursteilnehmer, mit noch wenig „jagdlichem Anschluß“ weiter.

Text + Bilder: Jochen Drescher