Sechs Verwahrstellen für Wildschweine im Landkreis eingerichtet

Pressemitteilung des Landratsamts Biberach

  • v.l.: Dieter Mielke, stellvertretender Kreisjägermeister, Dr. Peter Egle, Leiter des Kreisveterinäramtes, Schwendis Bürgermeister Günther Karremann und Landrat Dr. Heiko Schmid lassen sich die Verwahrstelle von Dr. Hans-Peter Sporleder erklären

    v.l.: Dieter Mielke, stellvertretender Kreisjägermeister, Dr. Peter Egle, Leiter des Kreisveterinäramtes, Schwendis Bürgermeister Günther Karremann und Landrat Dr. Heiko Schmid lassen sich die Verwahrstelle von Dr. Hans-Peter Sporleder erklären

Erstellt am 30.01.2019

Das Kreisveterinäramt bereitet sich intensiv auf einen möglichen Ausbruch der Afrikanischen Schweinpest vor. Nachdem im vergangenen Herbst in einer landesweiten Übung mit Schwerpunkt in Biberach und bei der Tierkörperbeseitigungsanlage ZTN Süd Warthausen der Ernstfall geübt wurde, wurden in den vergangenen Wochen sechs Verwahrstellen für tote Wildtiere im gesamten Kreisgebiet eingerichtet. Sie stehen in Berkheim beim Bauhof, in Schwendi bei der Feuerwehr, in Laupheim beim Klärwerk, in Bad Buchau bei der Feuerwehr, in Eberhardzell auf dem Bauhof und bei der Tierkörperbeseitigungsanlage ZTN Süd in Warthausen. Eine weitere soll im Mai in Langenenslingen aufgestellt werden. Die Verwahrstellen sollen künftig von der Kreisjägerschaft betreut werden, die dazu noch Freiwillige suche, wie Dieter Mielke, stellvertretender Kreisjägermeister gegenüber Landrat Dr. Heiko Schmid, Dr. Peter Egle und Dr. Hans-Peter Sporleder vom Kreisveterinäramt bei der Vorstellung der Verwahrstelle in Schwendi sagte. „Das wollen wir leisten, denn das ist unser aktiver Beitrag als Jägerschaft, einen Ausbruch der  Afrikanischen Schweinepest zu vermeiden.“

 

Die Jäger sind angehalten und aufgefordert, verendetes Wild, insbesondere Wildschweine und Aufbrüche von erlegtem Wild, in den Verwahrstellen fachgerecht zu entsorgen. Dort gibt es auch Beprobungsmaterialien, Desinfektionsmittel, und eine Liste, in die sich jeder Jäger, der etwas abgegeben hat, eintragen muss. Bei der Verwahrstelle handelt es sich je nach Standort um einen oder zwei rund 800 Liter fassenden Edelstahlbehälter, die gekühlt werden können. Sie ist so eingerichtet, dass es einer einzelnen Person auch mittels Aufzug möglich ist, ein größeres Tier in die Behälter zu werfen. Die Behälter werden in regelmäßigen Abständen dann geleert und die toten Tiere beziehungsweise die Tierabfälle fachgerecht in der Tierköperbeseitigungsanlage entsorgt. Die Kosten für die Verwahrstellen und die Entsorgung übernimmt das Land Baden-Württemberg. Jeder Jäger kann demnach die Verwahrstelle kostenlos nutzen.

 

Hintergrund

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist eine ausschließlich bei Schweinen vorkommende, gefährliche Viruserkrankung, die sich seit einigen Jahren in Osteuropa ausbreitet und in Richtung Deutschland auf dem Vormarsch ist. Ein Impfstoff steht derzeit und auch in absehbarer Zeit nicht zur Verfügung. Eine Übertragung des Virus auf den Menschen findet nicht statt. Für das Schwein endet die Erkrankung meist tödlich. Gebiete, in denen die ASP auftritt, werden unter anderem behördlich gesperrt.

 

Anmerkung der KJV:

Es werden noch Betreuer für diese Truhen gesucht. Dabei geht es hauptsächlich darum, eine Ansprechperson zu haben. Falls Sie in Ihrem Hegering Interesse daran haben, eine dieser Truhen zu betreuen melden Sie sich bitte bei Ihrem Hegeringsleiter.

Nur wenn wir genügend Verantwortliche finden, gehen diese Truhen auch in Betrieb und wir alle können davon profitieren, Fallwild und Aufbrüche so unkompliziert und sauber zu entsorgen.

Die Zuständigen für die Verwahrstellen sind:

  1. Eberhardzell  Bauhof:     
    H. Martin Kuon
    Burgstr.14  Tel.  01727163945
     
  2. Schwendi Bauhof /Feuerwehr                         
    H.Simon Barth /H.  Max Bauer 07353/3682
     
  3. Illertal - Berkheim, Bauhof  /Kläranlage
    H. Reinhard Koschmieder  Tel.01726325413
    H. Büchele  01772414774 / Anton  Igel
     
  4. Buchau /Schussenried Bauhof
    H.Klaus Funk/  Tel.017661635494
    H.Marko  Ziller Tel.07583/9269500              
     
  5. Laupheim      
    Noch in Klärung

 

Erstellt am 30.01.2019
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