Weihnachtsbrief des Kreisjägermeisters

„Es ist doch erstaunlich, was ein einziger Sonnenstrahl mit der Seele des Menschen machen kann.“

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„Es ist doch erstaunlich, was ein einziger Sonnenstrahl mit der Seele des Menschen machen kann.“
Fjodor Dostojewski, russischer Schriftsteller, 1821 – 1881

 

Liebe Jägerinnen, liebe Jäger, liebe Mitglieder und Freunde der KJV Biberach,

 

ein turbulentes Jahr neigt sich dem Ende zu. Wir alle mussten lernen, mit den Herausforderungen der Pandemie zu leben und unseren Alltag entsprechend anpassen.

Beliebte Veranstaltungen des Vereinslebens mussten ausfallen oder waren nur unter strengen Auflagen und Beschränkungen möglich.

Auch an der praktischen Jagdausübung gingen die Auflagen nicht vorüber, aber dank der Systemrelevanz der Jagdausübung konnten wir unser leidenschaftliches Handwerk immerhin noch ausüben, wenn auch teils unter anderen Umständen. Wo früher bei Gesellschaftsjagden die Gesellschaft der Jagenden ein essentieller Bestandteil des Jagdtages war, trifft man sich heute beim „Drive-In“ Sammelplatz und fährt mit dem eigenen Auto zum Drückjagdstand und unmittelbar nach der Jagd wieder nach Hause. Da ist es nur zu verständlich, dass manch ein Jäger keine Lust mehr auf eine derartige Jagdausübung hat.

Auch der Einzelansitz bringt mancherorts nicht mehr die vertraute Ruhe, da auch immer mehr Spaziergänger und sonstige Naturnutzer die Wälder besuchen und dabei leider nicht immer auf den Wegen bleiben.

Die Afrikanische Schweinepest rückt unaufhörlich näher und konnte im letzten Jahr in den befallenen Gebieten im Osten trotz intensiver Maßnahmen immer noch nicht eingedämmt werden.

Doch wäre es falsch – und davon sind wir fest überzeugt – immer nur auf die Schattenseiten zu blicken. Denn wir haben schon vieles geschafft auf dem Weg zur Überwindung dieser Krise. Es gibt genug Gründe, dafür dankbar zu sein. Es liegt an uns, nun weiterhin zusammenzuhalten, uns nicht unterkriegen zu lassen und das Beste aus der Situation zu machen, auch wenn sie uns einiges abverlangt.

In diesem Jahr feiern wir den 200. Geburtstag des russischen Schriftstellers Fjodor Dostojewski, von dem das oben angeführte Zitat stammt. Ich finde, es zeigt treffend, worauf es ankommt: In dunklen Zeiten ganz bewusst dem Schatten den Rücken zuzudrehen. Wenden wir uns doch endlich wieder den Sonnenstrahlen zu, die es gar nicht so selten gibt und die uns mit Hoffnung und Freude erfüllen.

 

So wünsche Ich Ihnen ein schönes, von Optimismus getragenes Weihnachtsfest und ein friedvolles, gesundes und fröhliches Jahr 2022!

 

mit freundlichen Grüssen und Waidmannsheil

 

Ihr

 

Dieter Mielke

Kreisjägermeister