Winterwaldtag in Schussenried

Der Winter ist eine harte Jahreszeit für unsere Wildtiere und die Bäume. Welche Strategien haben diese entwickelt um diese bitterkalte und für die Tiere auch nahrungsarme Zeit zu überstehen?

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Der Winter ist eine harte Jahreszeit für unsere Wildtiere und die Bäume. Welche Strategien haben diese entwickelt um diese bitterkalte und für die Tiere auch nahrungsarme Zeit zu überstehen? Die 3. Klassen der Grundschule Bad Schussenried verbrachten ein paar Stunden, mit der Jugendbeauftragten des Hegeringes Bad Schussenried Elke Stützle, im Wald um einige dieser Strategien kennen zu lernen. Rehe und Füchse legen sich im Herbst ein warmes Fell und eine Speckschicht zu. Sind aber auch im Winter auf Nahrung angewiesen sind.

Einigen Kindern war es kalt. Sie legten sich ein Fuchsfell um die Schultern und merkten gleich, wie warm es ihnen damit wurde. Durch ein aktives Rollenspiel in dem die Kinder in die Rollen von Rehe und Spaziergänger mit Hunden schlüpfen durften, wurde den Kindern bewusst, wie wichtig es ist, dass die Rehe Ruhe und ungestörte Rückzugsgebiete brauchen. Denn jede Flucht vor Störungen verbraucht Energie und zehrt die Reserven auf, die zum Überstehen des Winters zwingend benötigt werden. Gemeinsam wurde überlegt welches Material ideal für ein Igelnest ist und wie es gebaut sein sollte. In Gruppen eingeteilt durfte jede Gruppe ein Igelnest bauen. Filmdöschen gefüllt mit heißem Wasser durften sie in ihren Igelnestern verstecken. Nach einem wohlverdientem Vesper wurden die Filmdöschen  wieder aus den Nestern geholt. Welches Versteck hat das Wasser am längsten warm gehalten und warum? Gibt es auch Nestmaterial bei uns im Garten das wir für die Igel liegen lassen können?  Solche Fragen wurden erörtert und besprochen.

Der Wasserfluss eines Baumstammes wurde anhand eines einfachen Versuches mit einer Baumscheibe (Durchmesser ca. 10cm, Dicke max. 2cm) demonstriert. Im Bereich Splint/Bastholz wurde diese mit Geschirrspülmittel eingerieben. Auf der Rückseite, direkt gegenüber der eingeriebenen Seite durften die Kinder kräftig durch das Holz  blasen. Auf der anderen Seite bildete sich Schaum –u nd schon ist die Durchlässigkeit der Leitungsbahnen dargestellt. Die Kinder waren begeistert von ihren Schaumgebilden und konnten gar nicht genug bekommen immer wieder neue Stellen an ihrer Baumscheibe einzureiben. Es wurde besprochen, dass der Laubbaum durch den gefrorenen Boden kein Wasser in die Kronen transportieren kann. Durch die Blätter verdunstet viel Wasser. Wenn er die Blätter im Herbst nicht abwirft, würde er im Winter verdursten. Gemeinsam schauten wir uns noch die Knospen der Bäume an und pulten die Knospenblätter von Buchenknospen ab um das innere zu essen. Weil die Kinder neugierig, begeistert und aktiv mitgemacht haben, konnte ihnen die kalte Temperatur zu dieser Jahreszeit nichts anhaben.